Angst vor Pr�fungen
Jeder Gedanke im Kopf bewirkt eine Reaktion des K�rpers und der Gef�hle. Bei Angst verkrampfen wir k�rperlich wie geistig und sind in unserer Leistungsf�higkeit stark eingeschr�nkt. In der heutigen Zeit ist Angst oft unbegr�ndet. Wir sehen viele Dinge zu negativ, malen die Zukunft zu d�ster oder nehmen die Realit�t verzerrt wahr.
Das gilt auch f�r Pr�fungen. Pr�fungsangst resultiert aus der Angst vor Bewertung der eigenen Pers�nlichkeit. In Form einer schriftlichen oder m�ndlichen Pr�fung wird eine Note vergeben, die die intellektuelle Leistungsf�higkeit des Gepr�ften widerspiegeln soll.
Pr�fungsangst in milder Auspr�gung ist weit verbreitet und als ganz normal anzusehen. Negative Erlebnisse in einer Pr�fungssituation oder Frustrationserlebnisse im sozialen Vergleich mit anderen k�nnen Pr�fungs�ngste verst�rken. Ein geringes Selbstwertgef�hl und Veranlagung sind ebenfalls Faktoren, die Pr�fungsangst beg�nstigen.
Ein gewisses Ma� an Angst vor einer Pr�fung kann auch leistungssteigernd wirken. Problematisch wird Pr�fungsangst, wenn sie erheblichen Einfluss auf die Lern- und Leistungsf�higkeit nimmt. In schweren F�llen kommt es zu einem Gef�hl der Hilflosigkeit und des Kontrollverlustes. Schulversagen und Studienabbruch sind in nicht wenigen F�llen auf Pr�fungsangst zur�ckzuf�hren.
Ein altes deutsches Sprichwort besagt: “Die Suppe wird nicht so hei� gegessen, wie sie gekocht wird”. Das Sprichwort stimmt, vor allem nach einer Pr�fung.
Im nachfolgenden Text werden Beispiele aufgef�hrt f�r typisch negative Einstellungen und M�glichkeiten, damit umzugehen.
Falsche Gedanken: “In m�ndlichen Pr�fungen habe ich immer ein Black out.”
Realit�t: Es ist normal, dass man auf eine Frage zuerst �berlegen muss, bevor man antworten kann. Wenn ich die Frage nicht verstanden habe, kann ich den Pr�fer auffordern, die Frage nochmals zu wiederholen. Wenn ich keine Antwort auf eine Frage geben kann, ist das auch ok.
Die Pr�fer meinen es in der Regel gut mit dir. Wenn du sehr nerv�s bist, kannst du das den Pr�fern auch sagen.
Falsche Gedanken: "In Pr�fungen wird nie das gefragt, was ich gelernt habe."
Realit�t: Tats�chlich kann es sein, dass du nicht unterscheiden kannst, was wichtig ist und was unwichtig. Wichtige Dinge werden in Pr�fungen immer abgefragt, Unwichtiges nur manchmal. Alles zu lernen macht in der Regel keinen Sinn. Lerne zuerst das, was wirklich wichtig ist und wenn du das gut beherrscht kannst du ins Detail gehen.
Falsche Gedanken: "Ich muss alle Fragen beantworten k�nnen."
Realit�t: Du bist nicht Gott. Menschen sind keine Maschinen, die beliebig viel Information aufnehmen und abspeichern k�nnen. Jeder macht Fehler. Selbst wenn du ein bis zwei Fragen nicht beantworten kannst, wirst du noch eine gute Note bekommen. Setze dich damit nicht unn�tig unter Druck. Denn wer unter psychischer Spannung steht, weiss weniger und macht mehr Fehler.
Falsche Gedanken: "Ich bin dem Pr�fer v�llig ausgeliefert."
Realit�t: Das stimmt bis zu einem gewissen Grad. Der Pr�fer hat Macht. Er bestimmt, welche Note du bekommst. Aber denke daran, dass der Pr�fer deine Leistung objektiv beurteilen muss. Wenn du also gut vorbereitet in die Pr�fung gehst und viel weisst, kann dir nichts passieren.
Falsche Gedanken: "Wenn ich durch die Pr�fung falle oder eine schlechte Note bekomme, habe ich versagt."
Realit�t: Eine schlechte Note in einer Pr�fung oder eine nicht bestandene Pr�fung haben keinen Einfluss auf deinen sp�teren Lebensweg. Es ist normal, dass es F�cher gibt, die einem nicht so liegen und wo man nur durchschnittliche Noten erreicht, selbst wenn man sich anstrengt. Versagt hast du nur dann, wenn du vor der Pr�fung kapitulierst und nicht einmal versuchst, dein M�glichstes zu geben.
Falsche Gedanken: "Die anderen werden mich f�r einen Dummkopf halten, wenn ich durch die Pr�fung falle."
Realit�t: Die Meinung der anderen sollte dir in diesem Punkt egal sein. Du schreibst die Pr�fung f�r dich und nicht, um anderen damit etwas beweisen zu m�ssen. Wenn ein paar Leute dich f�r eine Niete halten ist das zwar unangenehm, aber du kannst damit leben. Ein schlechtes Pr�fungsergebnis hat mit deiner Pers�nlichkeit nichts zu tun.
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