Stroop-Test
Nenne die Farbe des Wortes – nicht das Wort selbst.
Wie der Stroop-Test funktioniert
Die Übung ist weniger einfach, als sie zuerst wirkt. Begriffe wie Hund, Katze oder Maus lassen sich meist schnell einer Farbe zuordnen. Schwieriger wird es bei Farbwörtern wie rot, blau, grün und gelb, wenn Wortinhalt und Schriftfarbe nicht zusammenpassen.
Der Grund: Lesen läuft bei geübten Leserinnen und Lesern fast automatisch ab. Das Benennen der Schriftfarbe braucht dagegen bewusste Aufmerksamkeit. Treffen beide Informationen aufeinander, entsteht ein innerer Konflikt. Genau dieser Konflikt wird als Stroop-Effekt bezeichnet.
Hinweis: Fehler beim ersten Durchlauf sind völlig normal. Gerade das macht den Effekt so spannend.
Literatur: John Ridley Stroop: Studies of interference in serial verbal reactions. Journal of Experimental Psychology, 18, 1935, S. 643–662.
Aufmerksamkeit
Du trainierst, die entscheidende Information bewusst auszuwählen.
Impulskontrolle
Du unterdrückst den automatischen Leseimpuls und reagierst gezielt.
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